Über mich


Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Workshops zu Tischkultur und zeitgemäßen Umgangsformen für Kinder und Jugendliche anzubieten?

Kinder und Jugendliche brauchen in einer Welt, in der alles möglich erscheint, in der sich die reale Welt mit der digitalen mischt, in der sich Menschen aus unterschiedlichen Kulturen mischen, Orientierung. Was gilt wo und wann beim täglichen Miteinander genauso wie beim gemeinsamen Essen am Tisch?

Sehr eindrucksvoll erzählte mir ein Freund, dass in der Kantine viele junge Auszubildende „wie die Tiere vor’m Trog“ sitzen und die Mahlzeit in sich hinein schaufeln. Doch nicht nur das, auch die digitale Welt, in welcher sich die jungen Menschen einen großen Teil des Tages bewegen, lässt im realen Zusammentreffen Fragen aufkommen.

Damit war die Idee geboren: Kindern und Jugendlichen möchte ich mit auf den Weg geben, welche Tischkultur und welche Umgangsformen in unserem Kulturkreis gelten. Ganz besonders jedoch sollen sie erfahren, dass respektvolles Miteinander heißt, sich anlassgerecht zu verhalten. Eine Party mit den Freunden läuft anders ab als ein Jubiläum an der feinen Tafel.

Interessieren sich Kinder und Jugendliche überhaupt dafür?

Gerade Kinder sind wissbegierig, wollen verstehen, woher und warum; selbst ausprobieren. Im Grundschulalter kann ich die Basis der gesellschaftlichen Grundregeln legen. Später, nach der Phase des „In Frage Stellens“, werden die bekannten Spielregeln am Tisch und im Umgang miteinander aufgegriffen und verfeinert, wenn es z.B. in die Berufsausbildung geht. Dann entsteht bei den Jugendlichen neues Interesse an den „Dos and Don‘ts“ in der Gesellschaft.

Können nicht auch Erwachsene manchmal „Nachhilfe“ gebrauchen?

Stimmt. Doch bei meinem Angebot konzentriere ich mich zunächst auf die Kinder und Jugendlichen, da diese eine andere Herangehensweise und Ansprache erwarten als Erwachsene. Spätere Ausweitung auf Erwachsene nicht ausgeschlossen…

Warum sind Ihnen Tischmanieren und gute Umgangsformen so wichtig? Was ist Ihr Ziel?

Um friedlich in einer Gemeinschaft zusammen leben zu können, sind Regeln und Grenzen nötig, in denen sich jeder bewegt. Dies gilt für Familie und Freundeskreis oder andere Communities genauso wie für die Gesellschaft insgesamt. Wenn die Spielregeln nicht bekannt sind, entstehen Unsicherheiten, aus Unsicherheiten erwächst aggressives Verhalten. Mein Ziel ist es, bereits den Kindern und Jugendlichen die hier geltenden gesellschaftlichen Grundregeln und Werte im persönlichen Umgang miteinander genauso wie beim gemeinsamen Essen zu vermitteln. Sie sollen verinnerlicht werden, ohne als „spießig“ oder „blöde Regeln“ wahrgenommen zu werden. Damit will ich den Kindern und Jugendlichen die Chance geben, selbstsicher in der Gesellschaft aufzutreten und anerkannt zu werden.

Dadurch, dass sie verstehen, was in „ihrem“ Kulturkreis, in dem sie aufwachsen und leben, gilt, können sie auch anderen Kulturen neugierig und respektvoll begegnen. Doch Achtung: Es soll nicht der Eindruck entstehen, ich sei regelsüchtig! Sondern mein Wunsch ist es, dass die Kinder und Jugendliche verstehen, Regeln nicht zwanghaft anzuwenden, sondern auf ihr Gegenüber einzugehen. Es zeugt von Respekt und Wertschätzung, auf den anderen einzugehen! Doch das kann ich erst, wenn ich weiß, worauf es ankommt. Wenn alle Menschen respektvoll und wertschätzend miteinander umgehen, wäre viel gewonnen.

Haben Sie selbst Kinder?

Ja, eine Tochter, geboren 2005 und einen Sohn, geboren 2008.

Was sagen die dazu?

Sie finden es gut, fragen nach und beobachten mich ganz genau… Sie sind, so möchte ich sagen, bei der Vorstellung eines neuen Workshops meine schärfsten Kritiker.

Was sagen Kinder zu Ihnen nach einem Kurs?

Der Daumen geht hoch, sie finden den Kurs prima gemischt aus „zuhören und zuschauen“ und „selbst tun“.

Mit was beschäftigen Sie sich in Ihrer Freizeit? Wo liegen Ihre Interessen?

Als Ausgleich bin ich gern sportlich, z.B. beim Joggen oder im Fitnessstudio; im Winter gehe ich gerne zum Skifahren. Mich interessiert die Wirkungsweise unserer Ernährung und selbstverständlich liebe ich ein gutes Essen an einem schön gedeckten Tisch. Spannend finde ich es, auf Reisen neue Länder und Kulturen kennen zu lernen.

Zu Ihren Fakten: Wo bzw. wie haben Sie sich zu Umgangsformen und Tischmanieren weiter gebildet? Was machen Sie sonst beruflich?

Bei der Knigge Akademie, die mit der Deutschen Knigge Gesellschaft zusammenarbeitet, habe ich mir selbst zu den zeitgemäßen Umgangsformen und Tischmanieren ein Update geholt. Dazu machte ich die Trainerausbildung bis hin zum Business-Knigge Zertifikat (IHK). Speziell für die Zielgruppe Kinder und Jugendliche absolvierte ich ein Seminar bei einer erfahrenen Trainerin. Selbstverständlich bleibe ich immer dran an der aktuellen Entwicklung, z.B. durch abonnierte Newsletter oder neue Seminare.
Was mache ich sonst beruflich? Da ich „zeit meines Berufslebens“ in Marketing und Vertrieb gearbeitet habe, bin ich auf diesem Gebiet Fernlehrerin, Dozentin und Autorin für Studienbriefe bzw. Fachtexte.

Haben Sie Erfahrung in der Arbeit mit Kindern?

Meinen ersten Workshop durfte ich in einer Grundschule während des Ferienprogramms halten. Weitere folgten, in kleinerem und größerem Kreis in verschiedenen Räumlichkeiten. Zudem machte ich eine Art Praktikum in der Mittagsbetreuung einer Schule, um zu lernen, wie sich die Kinder im Schulalltag in der Gruppe verhalten. Als ehrenamtliche Kommuniongruppenleiterin konnte ich Kinder erleben bzw. begleiten.

Wo geben Sie Workshops? Kann ich auch einen Kurs nach meinen Wünschen haben?

Die Workshops finden zu den verschiedenen Anlässen bzw. Themen in unterschiedlichen Räumlichkeiten statt. Aktuelle Termine finden Sie in der Terminliste meiner Website. Im Rahmen der Schule können Projekttage gestaltet werden; Umfang und Inhalt in Absprache. Ein individueller Kurs ist selbstverständlich möglich. Bitte sprechen Sie mich an!

Wo kann ich Sie erreichen?

Telefonisch unter 09 11 – 9 38 97 44, per E-Mail kontakt@stilentas.de, über das Kontaktformular auf der Website oder auf Facebook.